Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL)
in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg


pixabay.com / J Garget

„Lockdown Light“ – Durchhalten oder Gestalten?

Ein Beitrag der EFL Hamburg-St. Georg

Seit Montag gilt es also wieder: viele Einrichtungen sind geschlossen, wir müssen unsere Kontakte einschränken, auf Vieles verzichten. Das frustriert und schlägt so manchem aufs Gemüt.

Der Lockdown im Frühjahr hatte uns bereits viel abverlangt an familiären, finanziellen und gesundheitlichen Sorgen. Mit dem Ausblick: "der Sommer wird wieder entspannter" gelang es einigermaßen, die herausfordernde Zeit zu gestalten.

Und nun? „Lockdown light" heißt es, aber auch „light" kann sich schwer anfühlen.

Was passiert da eigentlich mit uns und wie können wir zuversichtlich durch diese Zeit kommen?
Im Frühjahr standen viele Menschen unter Dauerstress. Stress ist Anspannung für Körper und Seele, belastet das Immunsystem, Pausen werden nicht mehr als erholsam empfunden, Gedanken kreisen, man versteht sich selbst nicht mehr.

Oft versucht man dann, in den Durchhaltemodus zu schalten: Zähne zusammenbeißen und irgendwie durch! Mehr kann man eh nicht tun...

Aber genau das ist ungünstig: Wir fühlen uns dann nämlich tendenziell ausgeliefert, als Opfer der Großwetterlage.

Wie wäre es, sich wieder als Gestalter und Gestalterinnen des eigenen Lebens zu erleben?
Das geht auch trotz aller Einschränkungen, die uns herausfordern.

Sich nicht wegducken, stillhalten oder bitter werden, sondern aufstehen, sich öffnen.
Versuchen, sich umzustrukturieren: Sich Zeit nehmen für sich selbst, die eigenen Kräfte einteilen, für wirkliche Ruhe und für Bewegung sorgen.

Gerade jetzt im November kann Planung helfen. Unabhängig vom Wetter an die frische Luft gehen, Licht tanken, sich auch mal zum Spaziergang verabreden.

Kreativ werden: Wie kann ich mir Gutes tun, wie kann ich mich ein bisschen verwöhnen?

Öfter mal kurz durchatmen und sich fragen: Was brauche ich eigentlich gerade?
Was sind die basalen Dinge in meinem Leben?
Nicht nur schauen: Was belastet und was soll weg?
Sondern vielmehr: Was möchte ich bewahren?
Mit wem kann ich darüber ins Gespräch kommen?

Und: Warum eigentlich nicht gleich jetzt?