Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL)
in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg


staerker-als-gewalt.de

Stärker als Gewalt

Ein Beitrag der EFL Hamburg-Harburg

Nicht nur jetzt, aber jetzt besonders sind wir als Gesellschaft gefragt. Durch die Beschränkungen in der Corona-Krise können zunehmend problematische Situationen entstehen, die in häuslicher Gewalt enden können.

Deshalb möchten wir Ihnen, liebe Leser_innen, die Initiative „Stärker als Gewalt" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorstellen.
Wenn Sie selbst erleben, dass Streitigkeiten zu Hause eskalieren, können Sie bewusst gegensteuern:

• beruhigen Sie sich und Ihren Partner / Ihre Partnerin (vielleicht durch einen Spaziergang, bewusstes Ein- und Ausatmen, ...)
• erlauben Sie sich gegenseitig Abstand
• entspannen Sie sich bewusst.
Wenn Sie jedoch mit den eigenen Mitteln nicht weiterkommen, dann nehmen Sie Unterstützung in Anspruch:
• Gibt es hingegen immer wiederkehrende Situationen in der Partnerschaft, in denen es „hoch hergeht" und impulsive Reaktionen kaum noch zu steuern sind, es aber (noch) nicht zu tätlichen Auseinandersetzungen kommt, kann eine Paar-/ Eheberatung helfen.
• In einer akuten Not-Situation finden Sie hier schnelle Hilfe: https://staerker-als-gewalt.de/.
Und wenn Sie in Ihrer Nachbarschaft Signale bemerken, die auf häusliche Gewalt hindeuten, überlegen Sie, wie Sie einschreiten können. Hier einige nützliche Vorgehensweisen (Vorschläge der Initiative):
• Schauen und hören Sie hin! Betroffene haben meist Angst, sich Hilfe zu suchen – umso mehr sind Nachbar_innen gefragt.
• Sie können Kärtchen vom örtlichen Frauen-Notruf in den Briefkasten werfen oder das Poster zur Initiative „Stärker als Gewalt" ausdrucken und im Viertel aufhängen).
• Wenn Sie Zeuge eines lautstarken Streits werden, überlegen Sie gut, ob Sie die notwendige Zivilcourage aufbringen, an der Nachbarstür zu klingeln und beispielsweise nach Zutaten für einen Kuchen zu fragen, einfach um den Streit zu unterbrechen.
• Versuchen Sie, sofern Sie sich dem gewachsen fühlen, Kontakt zu der betroffenen Person aufzunehmen und bieten Sie Ihre Unterstützung an – aber tun Sie nichts ohne das Einverständnis der Person.
• Natürlich, und das ist für manche Menschen einfacher, schalten Sie bei einem begründeten Verdacht, dass Menschen in Ihrem Umfeld häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, die Polizei oder das Jugendamt ein. Diese sind verpflichtet, solchen Hinweisen nachzugehen.

Wir erleben immer wieder, wie wichtig Solidarität in unserer Gesellschaft ist – gerade jetzt. Machen Sie mit!